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Besuch von Synagoge und Museum

Der zweite Jahrgang der Bundeshandelsakademie Deutschlandsberg besuchte am 4. März 2020 mit den Begleitlehrerinnen Rosa Stummer und Juliana Wendler die Synagoge in Graz,

dazu passend im Museum für Geschichte die Holocaust-Ausstellung „Bertl und Adele“ sowie im Rahmen des Aktionstages „Schule schaut Museum“ im Naturkundemuseum die Ausstellung „Die dünne Haut der Erde“ bzw. „Rekordgeschichten - Wahrheit oder Lüge“.

Der erste Punkt auf unserer Tagesordnung war die Führung in der Synagoge. Unser Führer Herr Rosen ist gleichzeitig auch der Leiter der jüdischen Gemeinde Graz und konnte uns deshalb einen guten Einblick in das Judentum verschaffen und unsere Fragen kompetent beantworten. Wir erfuhren viel über die Verhaltensregeln in der jüdischen Gemeinde, deren Feiertage und Feste sowie deren Essgewohnheiten. Besonders gut gefallen hat uns die Architektur der Synagoge, dabei ist speziell die Glaskuppel zu erwähnen, welche die Atmosphäre sehr freundlich wirken lässt. 

Danach führte uns unser Programm weiter ins Museum für Geschichte, zur Ausstellung über die Verfolgung der Juden in Graz. Dabei wurde der Lebensweg zweier Kinder, eines 
jüdischer Abstammung, eines ohne Bekenntnis, in der Zeit des 2. Weltkrieges aufgezeigt. Tagebucheinträge, ein Koffer mit verschiedensten Utensilien aus dieser Zeit und alte Familienfotos und Dokumente versetzten uns in die damalige Zeit. Zitate, wie zum Beispiel „Unsere Sprache kennt keine Worte“, und die Mitschriften der Morde an Kindern an den Wänden berührten uns sehr. 

Abschließend besuchte eine Gruppe im Naturkundemuseum die Ausstellung „Rekordgeschichten – Wahrheit oder Lüge“, wo es unter anderem über faszinierende Tierrekorde ging. Dabei wurden wir oft auf falsche Fährten gelockt und sahen sehr viel Spannendes, angefangen von Fuchszähnen über Muscheln bis hin zu verschiedensten Vogeleiern. Wir durften auch Felle begutachten und selbst in den Händen halten. 

Die zweite Gruppe besuchte die internationale Wanderausstellung „Die dünne Haut der Erde“, wo wir die faszinierende Vielfalt des Lebens im Boden, z.B. von Regenwürmern, Milben, Springschwänzen und unzähligen anderen Tieren, „erleben“ konnten. Mittels Virtual Reality konnte man in die Welt unter unseren Füßen eintauchen.

Unser Resümee:  ein spannender und informativer Tag, an dem wir jede Menge neue Eindrücke sammeln und mitnehmen konnten.

Magdalena Dam, Elisabeth Kinzer, 2AK